Contribution

Konzertsaalakustik - Teil 1, Zusammenhänge zwischen Architektur, Musik und Akustik sowie der Untersuchung zeitlicher Trends, kultureller sowie länderspezifischer Unterschiede in der Akustik von Konzertsälen

* Presenting author
Day / Time: 19.03.2025, 16:00-16:20
Room: Aud 15
Typ: Regular Lectures
Session: Room Acoustics 3
Abstract: Es wurde untersucht, ob ein Wandel der Akustik in Konzertsälen festzustellen ist. Es erfolgt eine Analyse, ob neben einem zeitlichen Trend auch kulturelle und länderspezifische Unterschiede bei den akustischen Parametern bestehen. Es wurden weltweit 150 Konzertsäle auf signifikante Zusammenhänge zwischen Architektur, Musik, Akustik, sowie Baujahr untersucht. Die Auswertung ergibt, dass Konzerthäuser einem möglichen "Zeitgeist" unterliegen, der sich weiterentwickelt. Die Akustik-Parameter zeigen , dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts (1880–1900) eine höhere Nachhallzeit vorherrschte. Bis in die 1930er bis 1950er Jahre fällt diese dann ab und steigt bis zur Jahrtausendwende leicht an. Das Klarheitsmaß weist eine gegenläufige Entwicklung auf. Auch bei den Parametern ITDG und Seitenschallgrad lässt sich diese zeitliche Entwicklung ableiten. Dies lässt sich auf einen bestimmten Zeitgeist in den jeweiligen Jahrzehnten zurückführen. Im Bereich der Akustik lassen sich durchaus Trends ausmachen. Diese sind jedoch nicht so stark ausgeprägt wie in der musikalischen und bildschaffenden Kunst oder den architektonischen Baustilen. Zudem werden die Ergebnisse einer Befragung der Betreiber von Konzerthäusern präsentiert. Bei der Stückauswahl werden weder der Raumklang noch der Komponist berücksichtigt. Auch andere Genres wie Kammermusik, Oper oder Jazz wurden in die Befragung mit einbezogen. Bezüglich der Tonhöhe des Kammertones gaben mehrheitlich 442 Hz bis 443 Hz an.